El olivo = Der Olivenbaum

Der Medientipp von Rosa Codina Gibert, Bibliotheksmitarbeiterin, Bibliothek Hardau

Der Spielfilm «El olivo = Der Olivenbaum» erzählt uns die Geschichte von Alma, einer jungen Spanierin, die sehr an ihrem Grossvater hängt und für diesen eine verrückte Reise unternimmt. Entgegen dem Willen des Grossvaters hatten der Vater und der Onkel von Alma einen Olivenbaum, der seit Generationen der Familie gehört hatte, an eine deutsche Firma verkauft, um schnelles Geld zu machen und ein eigenes Restaurant eröffnen zu können.

El Olivo

Der sehr betagte und demente Grossvater lebt in sich zurückgezogen und hat aufgehört zu sprechen und zu essen. Alma ist überzeugt, dass Grossvater endlich in Ruhe sterben könnte, wenn der symbolträchtige Olivenbaum wieder zu Hause wäre.

Der Plot mag verrückt und unrealistisch wirken, aber der Film behandelt problematische Themen wie den Boom, den Geldrausch und die Folgen der Wirtschaftskrise. Allem voran erzählt dieser Film aber eine Geschichte von Liebe, von Familienbeziehungen und von Gefühlen. Eine Geschichte, die uns zeigt, wie bedeutend die Liebe zur eigenen Familie und wie wichtig die Erhaltung unserer Wurzeln sind. Sowohl die Geschichte wie auch ihre Darsteller verfügen über eine grosse Dosis an Menschlichkeit und Aufrichtigkeit.

Icíar Bollaín ist eine spanische Regisseurin mit grossem sozialen Engagement. In ihren Filmen reflektiert sie oft die kleinen Dramen des Alltags. Dieser Film beleuchtet die Wichtigkeit der kleinen Dinge, die unsere Identität ausmachen und die wir in dieser globalisierten Welt umso weniger verlieren sollten.

  • «El olivo = Der Olivenbaum» von Icíar Bollaín
  • Impulse Home Entertainment, 2017
  • Der Film ist in den PBZ-Bibliotheken Altstadt, Affoltern, Altstetten, Aussersihl, Hardau, Leimbach, Oerlikon, Riesbach, Schwamendingen, Unterstrass und Witikon erhältlich.

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